Geschichte

Historie

Die Grafen von Schönborn gehören seit dem 12. Jahrhundert zur Rheinischen Ritterschaft. Um 1349 werden ihre Weinberge in Winkel im Rheingau erstmals urkundlich erfasst. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts leben die Grafen von Schönborn in ihrem Stammgebiet im Rheingau und im Taunus. In dieser Zeit werden viele Weinberge in Rheingauer Gemarkungen dazu gewonnen. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts legen die Brüder Johann Philipp und Philipp Erwein von Schönborn den Grundstein für den materiellen Wohlstand und kulturellen Reichtum der Familie.

 

Historie

Johann Philipp von Schönborn (1605-1673) ist der erste einer Reihe von Bischöfen, die der Familie entstammen. Er wird 1643 Bischof von Würzburg, 1647 Erzbischof und Kurfürst von Mainz und 1663 auch Bischof von Worms. Als Kurfürst von Mainz war er automatisch auch Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war er dringend bestrebt, den Frieden zu sichern und zu erhalten.
 

Philipp Erwein von Schönborn (1607-1673) schuf die wirtschaftliche Grundlage. Er kaufte Ländereien und Güter beiderseits des Rheins, am Main und im Taunus und erweiterte nochmals beträchtlich den Weinbergbesitz.

Kaiser Leopold I. ernennt die Schönborn 1663 zu Reichsfreien, edlen Panierherren und verleiht ihnen das große Palatinat. 1671 erlangt die Grafen von Schönborn die Reichständische Herrschaft zu Reichelsberg und erhält damit Sitz und Stimme im Fränkischen Kreistag und im Deutschen Reichstag.

 

Seit dieser Zeit stellte die Familie eine große Zahl ranghoher und einflussreicher kirchlicher Würdenträger im ganzen Süddeutschen Raum unter deren Ägide neben vielen anderen großartigen Barock- und Renaissancebauten auch die Bamberger Residenz, die Würzburger Residenz und das immer noch im Besitz der Familie befindliche Schloss Weissenstein erbaut wurden. Durch Verbindungen mit dem gesamten Europäischen Hochadel wurde der Besitz derer von Schönborn vermehrt und über die Grenzen ihrer Heimatregion erweitert.